Fuchsberg
Kapelle
Gedanken und Daten
zur
Segnung der neu renovierten
Ortskapelle
am
20. Juli 1997

Dieses Heftchen ist in aller Eile vor dem „großen Fest" entstanden und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Exaktheit der darin vorkommenden Daten, es soll vielmehr eine Anregung sein, weiter zu sammeln. Daß der Inhalt nur die hier Ansässigen interessieren wird, ist volle Absicht.

Gewidmet sei es Herrn Franz Gruber, der nicht nur den Grund zur Verfügung stellt, auf dem sich die Ortskapelle befindet - sondern auch bei den Renovierungsarbeiten den weitaus größten Anteil an Geld- und Arbeitsleistung beigetragen hat. Aber all den anderen fleißigen Mithelfern sei an dieser Stelle auch herzlich gedankt, nicht zuletzt den Frauen, welche zum Schluß immer die meiste Arbeit haben - und am Anfang auch oft die treibende Kraft darstellen.

Als Titelbild wurde eine Federzeichnung von Anton Gößwein aus Totzenbach (Ödhof) verwendet. Diese Zeichnung wurde 1994 für Frau Rosa Ziegelwagner zu deren 80. Geburtstag angefertigt.

Liebe Fuchsberger!

Unser „agiles Dorfgewissen" Maria Hayden wollte mich zum Schreiben einer Ortschronik ermuntern, ich hab auch versucht ein wenig Material zusammenzutragen, es ist aber doch zu dürftig - und so habe ich mir gedacht, ich verteile erst einmal was da ist und wir sammeln gemeinsam weiter, irgendwann wird vielleicht doch ein Büchlein draus, es müssen ja nicht nur historische Daten über den Ort drinnen stehen, vielleicht gibt es noch andere Geschichten, die es Wert sind, überliefert zu werden.

Ich denke da beispielsweise an den Film "Der Orgelbauer von St.Marein" der zum Teil hier gedreht wurde, genauer gesagt, im Haus Nr. 11, (Riedler / Baumgartner) - oder den alten Streit, wo Totzenbach endet und Fuchsberg anfängt. Hier deckt sich die "volkstümliche" Geographie nicht mit der politischen, weil die ganze „neue Siedlung" ist eigentlich noch Totzenbach, jedoch werden diese Häuser (Totzenbach 39, 40, 49, 65, 72, 73, 77, 82) und sogar die Häuser Friedl (34) und Gratz (33) zu Fuchsberg gezählt, wenn's ums Ratschen, Dreikönigsingen, Austragen von Kirchenblatt und sonstigen Kartenverkauf und Sammlungen geht. Also werde ich auch diese Häuser im Anhang behandeln, soweit mir Daten bekannt sind.

Der wichtigste Abschnitt ist die Abschrift aus Kortan's "Ein Gang durch die Ortsgemeinde Totzenbach", welchen er 1944 niederschrieb. Es ist dies eine Fundgrube für jedes Haus und stammt aus den alten Pfarrmatriken und sonstigen Eintragungen. Ganz exakt ist diese Beschreibung allerdings nicht und beim Haus Nr. 7 weiß ich zum Beispiel, das dem als Besitzer angegebenen Pensionisten Schulleitner das Haus nie gehört hat, es war auch damals schon im Besitz der Geschwister Schmidt. Und so wird die eine oder andere Korrektur und natürlich auch Ergänzung bei jedem Haus notwendig sein.

Ich bitte also alle Bewohner, ihre Hausgeschichte zu überprüfen und mir entsprechende Korrekturen mitzuteilen - und auch über Sonstiges nachzudenken. Ich sammle diese Daten dann und wir werden vielleicht einmal die gesammelten Geschichten herausgeben können.

Im Juli 1997
Euer Leo Rollenitz
Das Fuchsberg betreffende Zitat aus "Historisches Ortsnamenbuch" von Th. Weigel: "Ein Gang durch die Ortsgemeinde Totzenbach"
von Ferdinand Kortan:

[die in eckigen Klammern gesetzten Textteile sind Anmerkungen des Herausgebers]

Fuchsberg

Dieser Ort hat ein Ausmaß von 12,2104 ha.

Vom Reithofe weitergehend gelangt man auf der Straße nach einer geringen Senkung bald nach Fuchsberg, der Name wurde früher Fuxberg geschrieben. Es deutet wohl darauf hin, daß in vergangenen Zeiten sich viele Füchse in den nahen großen Wäldern befanden. Wann der Ort entstanden ist, ist leider unbekannt. Auf der fürstlichen Bruillonkarte über den Wälderstand der Herrschaft Totzenbach vom Jahre 1836 sind nur 8 Häuser im Orte Fuchsberg eingezeichnet. Vor dem Jahre 1848 gehörte Fuchsberg zum Landgerichte Neulengbach, während die Herrschaft Jeutendorf die Grund- und Ortsobrigkeit für das Dorf war. Die Konskriptionsherrschaft war Totzenbach.

Der Ort besitzt eine neue, ? erbaute Holzkapelle. In ihr fand die alte Holzstatue der Muttergottes, die früher in der Kirche zu Totzenbach stand, ihren Platz.

Die Bezirksstraße durchzieht den Ort von Westen nach Osten. Drei Häuser liegen zur linken, die übrigen zur Rechten der Straße. Gegen Norden zu steigt das Terrain. Hier liegen die mühsam zu bearbeitenden Äcker (in früheren Jahren waren auch 3 Weingärten darunter), und gehen auf der Anhöhe in Wald über. Dieser ist ein Teil des Haspelwaldes. Die Fuchsberger betreiben die Landwirtschaft; zwei Zimmergesellen sind darunter. Die Nummern 8, 10, 11 und 12 sind neueren Datums.-

[Baumgartner]

Am Eingang des Ortes, etwas abseits von der Straße, liegt die Nummer 11 (Riedler). Sie brannte 1880 ab. 1868 gehörte das Haus dem Josef Fuchs. 1892 kaufte es Johann Friedl, 1894 Anton Kinzl. 1896 bis 1905 besaß es wieder Johann Friedl und verkaufte es in den letzteren Jahren an den Zimmermann Johann Riedler.

[Rollenitz]

Links von der Straße kommt man zu Nr. 7 (Schulleitner). Sie brannte 1869 ab, und wurde 1920 gänzlich umgebaut. 1779 besitzt das Haus Josef Wanner, 1786 Johann Pichler, 1811 Martin Hasenauer (auch "Hausnauer"). 1824 heiratet Lorenz Jager die Katharina Pichler. 1824 besitzt es Josef Fuchs, 1860 Johann Mandl, von 1884 bis 1907 Franz Stacherl, 1907 - 1911 Martin Fraß, 1911-1913 Eduard Freyer, 1913-1918 Leodeger Slovak, 1918 Maria Gürtler, eine Tochter der Ludmilla Zurakovoka, nach ihr der Pensionist Schulleitner.

[Hayden]

Weiter gehend kommen wir zur Nr. 1 (Klaus). Dieses Haus brannte am 23. Feber 1911 ab. Im Jahre 1860 war hier ein "Bestandswirt". 1775 besaß es Leopold Haißnauer; es war der letzte "Hausnauer" Leopold, der 70 Jahre alt, im Jahre 1847 starb. Es folgte ihm Johann Anzenberger bis etwa 1865. Dann war 1860 Anton Trattinich hier Bestandswirt gewesen. 1865 bis 1867 folgte Anna Pfeifenberger, sodann 1867 bis 1889 Josef Ebner, 1889 - 1896 Dänzer aus Wien, 1896 bis 1898 Georg Hölzl, 1898 bis 1901 Katharina Linner, 1901 bis 1905 Johann Wacek. Des letzteren Witwe, Maria, heiratete den Leopold Bauer. 1923 bis 1933 ist Franz Eggerer Besitzer und ihm folgt dessen Schwiegersohn Franz Klaus..

[Ziegelwagner]

Es folgt nun Nr. 8 (Böswarth). Die Nummer brannte im Jahre 1860 ab. Besitzer: 1800 Martin Hasenauer, 1832 Anton Hasenauer, dessen Sohn. Der Stamm bleibt bis 1862. Dann folgt 1862 Franz Ruf; dieser stirbt 1876 an Säuferwahnsinn. Seine Witwe Theresia stirbt im nächsten Jahre an derselben Krankheit. 1881 kauft das Haus Franz Esmeister. Er behält es bis 1912. Im folgt Ludwig Medlagl. Ferner 1914 Johann Denk. Dieser fiel 1916 im Weltkriege, und dessen Witwe Theresia heiratet 1919 den Josef Esmeister (Sohn des Franz). Dieser stirbt 1828 und die Witwe heiratet den Johann Böswarth aus Gstocket im Jahre 1929.

[Gruber]

Nebenan steht Nr. 2 (Franz Gruber). 1774 besaß das Haus Franz Riederer. Ihm folgte 1872 Anton Mitterhofer, welcher 1886 starb. Seine Witwe Anna heiratet 1889 den Michael Gruber. Dessen Sohn Franz heiratete 1906 die Theresia Kahry und nachdem letztere 1912 gestorben war, die Katharina Sonnleitner.

[unbewohnt, im Besitz von ???]

Es folgt nun die Nummer 3 (Pillenbauer). 1760 Josef Gruber, 1781 Hanz Georg Gruber, 1817 Johann Gruber, 1823 Josef Gruber, 1834 Franz Gruber, 1874 Anton Gruber bis 1903, dann Anton Pillenbauer; dieser heiratet die Barbara Schlipfinger. Ihm folgt Josef Pillenbauer.

[Schönfelder]

Weiter folgt die Nummer 10 (Steinberger). Dieses Häuschen war früher ein Stall der zu Nr. 6 gehörte. 1876 baute diesen Michael Gruber zu einem Wohnhaus um. 1872 hat Michael Gruber die Klara Rauschmayer geheiratet. Im Jahre 1889 heiratet er die Anna Mitterhofer. 1890 kauft das Häuschen Michael Scheuch. Ihm folgt sein Sohn gleichen Namens 1899. 1906 kauft es Michael Felbinger und 1921 erwirbt es Juliane Steinberger.

[(Schönfelder)]

Gleich daneben befindet sich die Nummer 6 (Zauner). Es brannte im Jhare 1860 ebenso wie die Nummer 8 ab. 1779 besaß es der "Hausmann von Fuxberg" Johann Bichler. 1787 Josef Wanderer, 1811 Johann Sauly, 1829 Johann Rohrleitner, 1861 Josef Nusterer, 1881 Johann Pfeffer, 1884-1893 Karl Miserny aus Wien, 1893 Franz Böswarth Schuhmacher, 1896 Anton Fuchs, 1897 Josef Hohl, 1898 bis 1918 Ferdinand Grasl aus Wien, ein Sohn des Michael. 1918 bis 1925 Johann Gruber, Schuhmacher, 1925 Anton Zauner.

[Reiter]

Es folgt jetzt Nr. 4 (Schlipfinger). 1771 Jakob Uterich, 1795 Leopold Hand (?); er starb 1839. 1854-1874 Anton Schlipfinger. 1874 Josef Schlipfinger (ein Sohn des Anton), gestorben 1892, dann dessen Witwe Katharina, 1912 Johann Schlipfinger, ihr Sohn, der die Maria Alt heiratete. Er ist ein Bindermeister,

[Walzhofer]

Etwas weiter gegen Osten folgt Nr. 9 (Rauschmayer). Das Haus brannte 1826 ab. 1775 heiratet der Halter zu Weiding, Mathias Pillenbauer die Katharina Agrill, der Besitz geht 1793 an Michael Drischler (Trischler) über. Im Jahr 1812 stirbt dann Mathias Pillenbauer, 76 Jahre alt, und Mathias Pillenbauer jun. folgt. 1826 heiratet Georg Pillenbauer, der bis 1863, seinem Todesjahr bleibt. 1864 folgt dessen Sohn Anton Pillenbauer, welcher die Josefine Kern heiratet. Diese stirbt jedoch 1869. 1873 heiratet Josefine Rauschmayer (Tochter des Franz in Totzenbach 39) den Johann Wolansky, Deichgräber, des letzterwähnten Schwester Anna Maria Wolansky heiratet den Franz Rauschmayer, einen Bruder der Josefa Wenzel Wolansky stirbt 1882, dessen Witwe Katharina 1887 und der Zimmermann Franz Rauschmayer erhält das Haus. Dieser stirbt dann 1906, 65 Jahre alt und sein Sohn Josef erhält 1911 dasselbe.

[Kahri]

Fast gegenüber, also auf der anderen Straßenseite ist die Nummer 12. Sie wurde erst 1876 von Jakob Moser erbaut. Eigentümerin war Katharina Schlipfinger (die Großmutter des Johann Schlipfinger in Fuchsberg 4). 1878 zog dann Johann Anzenberger nach dem Tode seines Weibes, Theresia, in ihr Haus ein. Als die Schlipfinger gestorben war, verkaufte Letzterer das Haus Nr. 12 im Jahre 1885 an den Schulleiter Anton Keibl. Dieser zog nach seiner Pensionierung (1886) in dasselbe, starb jedoch bereits 1886, 53 Jahre alt, an Fettleber. 1911 heiratete seine Tochter, Maria, den Zimmermann Josef Rauschmayer. Im Jahre 1925 starb die Witwe Keibl's, Anna, 88 Jahre alt, fast erblindet. Im gleichen Jahre stirbt auch deren Tochter Theresia, Köchin, 53 Jahre alt. 1829 stirbt auch ihre Schwester, Augustine Keibl, und der Besitz des Hauses ging nun an die 2 überbleibenden Schwestern über. Anna, verehel. Sehnal, verzichtete jedoch darauf, und Maria, verehel. Rauschmayer erhielt dann das Haus.

[Witz]

Als letztes Haus der Ortschaft Fuchsberg folgt nun die Nr. 5 (Weiß). Dieses Haus brannte im Jahre 1926 ab. 1786 ist hier Josef Holzer Besitzer. 1787 fand man dessen Weib, Anna Maria, am 25. Juli mit 32 Wunden im Bette ermordet auf. Im Jahre 1795 fand man den Inwohner und Witwer Philipp Brandstetter am 22. Juli in einem Keller verschüttet tot auf. 1897 starb Mathias Pillenbauer (Sohn des Mathias Pillenbauer in Fuchsberg 5). 1866 wird dann Johann Weiß Besitzer des Hauses; er stammte aus Furth bei Göttweig. Dieser stirbt 1903, dessen Witwe, Barbara, 1926. Der Nachfolger, ihr Sohn, Johann, im Jahre 1927 und nun besitzt es Weiß.

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2/4 944.
Ergänzung der „volkstümlich" zu Fuchsberg gehörenden Häuser, aus dem selben Werk von Ferdinand Kortan. Wir beginnen mit der Beschreibung wo Kortan nach den beiden Ödhöfen über die sogenannte Fuchsbergerstraße nach Norden weitergeht:

Wir gehen jetzt über die Brücke, die den eigentlichen Totzenbach hier überquert. Zwar etwas entfernt aber immer parallel ist dessen Lauf zur Straße. Bald kommen wir rechts zu einem Waldweg, der in den Hausberg hinauf führt. An dieser Stelle stand vor einigen Jahrzehnten eine stattliche, dreiarmige Eiche. An ihr hing ein oft erneuertes Heiligenbild, weshalb sie die Bildeiche genannt wurde. Jeder kannte sie und es ist kein Wunder, daß sich ihrer auch die Sage bemächtigt hat: Links von dieser Eiche, in der Nähe des Straßenrandes ist eine größere, baumlose Vertiefung , die von Gesträuch umgeben ist. Hier pflegten früher die zu fröhlicher Eintagsjagd zusammengekommenen Sonntagsjäger ihr Mahl einzunehmen. Immer waren alle Teilnehmer lustiger Dinge, welche gewöhnlich dann in gegenseitige Sticheleien ausarteten.

Da war einmal ein sehr fideler Kauz darunter, der jede sich halbwegs darbietende Gelegenheit ergriff, um an einem der Anwesenden sein Mütchen durch Sticheleien zu kühlen. Diesmal wählte er sich wieder einen als Angriffspunkt, frotzelte ihn zuerst, und als die Stunde dazu lachte, wurde er fort derber und griff in schließlich gar an seiner Ehre an. Der Angegriffene macht anfangs eine gute Miene zum bösen Spiel. Als aber dann immer derbere Brocken gegen ihn geschleudert wurden und das Gelächter der Zuhörer sich steigerte, sprang er ergrimmt auf, ergriff sein Gewehr und legte an den Spötter an. Unglücklicherweise hatte er jedoch vor der Lagerung vergessen, die Patronen aus dem Gewehr zu entfernen. Da der Spötter aber trotzdem mit seinen Sticheleien nicht aufhörte, spannte er den Hahn und drückte los. Der Schuß traf ihn tödlich und er sank lautlos ins Gras. Als eine beklemmende Stille in die Runde trat, und der Angegriffene sah, was er angerichtet hatte, da richtete er sein Gewehr gegen sich, drückte los und sank neben dem Spötter ins Gras.

Die Jagt hatte diesmal ein vorschnelles Ende gefunden . Seit diesem Unglückstage gehen alle Jäger scheu an der Unglücksstätte vorbei, und niemals wurde bei späteren Jagden hier Rast gehalten. -

Gehen wir nun wieder weiter, so kommen wir zu den zwei Reithöfen. Diesen beiden geht es so wie den zwei Ödhöfen: sie haben gleiche Namen, aber niemand weiß etwas Näheres z.B. über Ahleitner (1726-28), Edthofer (1730); beide im Reithofe. In dem Teil-Libelle der Herrschaft Totzenbach wird der Reithof bereits im Jahre 1591 erwähnt.

[Gratz]

Schauen wir uns also den näheren kleinen Reithof (Totzenbach 33) an. 1706 lebte hier ein Mar.. Jordan. 1713 besitzt ihn Math. Cammerhofer. Nach dem Tode seines Weibes, Maria, 1719, heiratet er die Magadalena Kerschner. 1719 finden wie hier einen „Pindermeister am Reidthoff" Hollensteiner. 1721 heiratet die Witwe des Mathias den Franz Mayr. 1740 ist hier ein Johann Eberl, Hausmann und Binder. 1748 nun Johann Port „vasum confectious", d.h. Binder. Franz Mayr starb 1754, und sein Nachfolger ist Guardianus Ostermayr, ebenfalls ein Binder. Dieser stirbt 1787, und dessen Tochter heiratet den Peter Paul Peter, einen Maurergesellen aus Goldnetschlag in Böhmen, der in Jeutendorf wohnte. 1816 stirbt sein Weib und er heiratet die Maria Pumadorfer. Paul Peter staribt dann 1838. Im Selben Jahre heiratet sein Sohn, Josef Peter, die Anna Maria Bauer aus Hinterberg, dann 1841 die Anna Maria Riedinger aus Unter Wolfsbach. Diese stirbt 1861. - 1867 heiratet Josef Peter, Bindermeister und Hausbesitzer am Reithof, die Katharina Hössinger. 1897 heiratet seine Tochter Anna den Johann Bracher, dieser stirbt, 28 Jahre alt, im Jahre 1899, und sie heiratet 1901 den Simon Müllner aus Böheimkirchen. Ihre Tochter heiratet 1920 den Franz Gratz. Simon Müllner stirbt 1928 und dessen Witwe Anna 1935.-

[Friedl]

Etwas erhöht liegt die Wirtschaft des hinteren Reithofes, Nr. 34. 1720 bis 1769 sind hier Eckhelbacher (Öckhelbacher). Ihnen folgen die Schoisengeyer bis ca. 1778. Nach diesen kommen die Rauschmayer, 1839. Danach kauft Franz Riegl aus Sitzenberg den Hof. 1872 heiratet Johann Friedl aud den Reithof. Er stirbt 1908 und dessen Sohn, Leopold mimmt Rosina Burger aus Wolkersdorf zur Frau. -

[Wiesholzer]

Wir gehen etwas bergab die Straße noch weiter und sehen dann links, ganz am vorbeifließenden Bächlein gelegen, den sog. „Gelsenhof". Wer hat ihm wohl diesen Namen gegeben? Er trägt die Nummer 39. Das nebenan fließende Wässerlein ist der Fuchsbergerbach, der in Fuchsberg entspringt, also ein wirklicher Fuchsberger ist.

Das Haus wurde im Jahre 1856 von Franz Rauschmayer erbaut. Er behielt dasselbe bis 1883, da es der Ollersbacher Kaufmann Horsky kaufte und bis 1897 behielt. Nun kaufte es Anna Hefermayer, Witwe nach Karl Miserny in Fuchsberg. Sie behielt es bis 1907, wo es der Maurer Wenzl Proksch erstand, der es bis 1910 behielt, worauf dasselbe Franz Stacherl aus Fuchsberg innehatte. Er nahm sich aber 1929 das Leben und der Maurer Franz Rodinger erwarb es. -

Nun sind wir an der nördlichen Grenze des Dorfes Totzenbach angelangt. Nachdem aber im Nachbardorfe kein Wirtshaus zu unserer Stärkung besteht, müssen wir umkehren und den uns bekannten Weg bis zur Kirche zurücklegen.

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(23/2 944)
Damit enden Kortan's Ausführungen - und wie schon Eingangs erwähnt sind die Daten natürlich ergänzungsbedürftig. Ich mach dazu gleich den Anfang:

Schon Kortan konnte also nicht mehr in Erfahrung bringen, wann die erste hölzerne Ortskapelle entstanden ist. Ich persönlich weiß, daß Herr Johann Steinberger mit Unterstützung der Ortsbevölkerung im Jahre 1961 mit sehr viel Mühe die alte Holzkapelle abgetragen und am selben Ort die heutige gemauerte Kapelle gebaut hat. Und dann weiß ich eines sicher, nämlich daß bei den eben abgeschlossenen Arbeiten Herr Steinberger einen absolut würdigen Nachfolger gefunden hat: Franz Gruber stellt nicht nur den Grund zur Verfügung, auf dem die Ortskapelle steht, er hat die letzten Jahre auch mit sehr hohem zeitlichen und auch finanziellem Einsatz unermüdlich an diesem Werk gearbeitet! Aus diesem Grund ist es mir ein großes Bedürfnis, ihm diese kleine Arbeit zu widmen um ein wenig Dankesschuld abzutragen!

Nun weiter zu den spärlichen Daten über die Kapelle:

Eine Anfrage beim Diözesanarchiv brachte bisher auch keine neuen Erkenntnisse. Die Marienstatue, welche schon Kortan als von der Totzenbacher Pfarrkirche stammend erwähnte, wurde im Zuge dieser Renovierung auch unter fachgerechter Hand restauriert. Viele Schichten von Farbe ließen ursprünglich gar nicht erkennen, daß dieses Werk der barocken Volksfrömmigkeit aus Holz geschnitzt und - eben schon so alt ist. Die Dorfgemeinschaft hat die nicht unerheblichen Kosten auf sich genommen und diese Restaurierung finanziert.

Im Totzenbacher Heimatbuch (Verein der Freunde Totzenbachs, 1974) kann man lesen, daß die Glocke im ersten Weltkrieg 1916 abgeliefert werden mußte.

Zum ehemaligen Gasthaus, Fuchsberg 1 (Hayden) fällt mir nur ein, daß das auch heute ein gastliches Haus ist.

Weitere Ergänzungen:

Neubauten in Fuchsberg: Liste der Hausnummern:
Die Namen der Besitzer bzw. Bewohner sind der Reihe nach angegeben. Der heutige Name ist also jeweils der letzte.