Marterl

Für seinen Vetter Gerhard Schwach,
Aigenhofbauern in Totzenbach.
 

Am 9.November dreißig und sieben
hier am Wege liegen blieben.
Er kam vom Wein, es war schon spat,
der Wagen fiel um, auf ihn das Rad,
das Roß sich nicht zu helfen gewußt,
schleift ihn zehn Meter, zerquetscht ihm d' Brust.
Im Unglück noch beschert ein Glück,
die Mirfampfeifen ging nicht in Stück.
Hier sechts ihr es auf dem Gemäld,
wie er sie in die Höchen hält.
Daraus so zieh der Christ die Lehr,
wie schnell sich Durscht in Tod verkehr.
Die Pfeifen raucht sein Vetter jetzt,
dafür dies Marterl hergesetzt.

Tuts für die arme Seele beten !
Josef Weinheber aus Kirchstetten.