PALTRAM

alter Glockenstuhl
Ein paar Ergänzungen zu Franz Hofbauer's Paltramseite.


Dorffest 1992 Nachzutragen ist jedenfalls die jüngere Geschichte des Totzenbacher Männerchors, diese hängt nämlich mit Paltram und seiner Kapelle zusammmen. Beim (umseitig) beschriebenen Fest, als 1992 die renovierte Kapelle gesegnet wurde, umrahmte der Totzenbacher Männerchor diese Feier. Die Tradition dieses Ensembles ist schon älter, Toni Gößwein (damals noch 'jun.') hatte den Ehrgeiz, extra für diesen Zweck ein Marienlied neu einzustudieren. Nun, alles funktionierte ganz gut - nur bei diesem Lied war die Harmonie der rauhen Männerstimmen nur schwer auszumachen! Der Wind hatte die Klänge etwas verweht und es ist immer wieder eine Erfahrung und Herausforderung, im Raum geprobtes - dann im Freien aufzuführen, wenn sich die einzelnen Stimmen kaum hören können.
Dr. Peter Hoffmann, seit einigen Jahren schon Paltramer Einwohner hatte mit seiner elektronischen Orgel mitgewirkt und litt mit an unserem Dilemma. Dieses war aber nicht annähernd so groß als dieser vermutete, die Stimmung der Sänger ließ sich nicht unterkriegen und die auf den Auftritt folgende Labung tat das ihre und unter Absingung so mancher Volks- und anderer Lieder verging die Zeit und die Festgäste machten sich nach und nach auf ihren Heimweg. Interessanterweise wurden so die Tische in unmittelbarer Nähe der singenden Männer leer - immer reihenweise und so wurde damals der inzwischen legendär gewordene Ausdruck des "Schneisensingens" geboren.
Dr. Hoffmann bat - begeistert von Kameradschaft und Nervenkraft dieses Ensembles - spontan um Aufnahme und ist seither sehr aktiv und hat sogar das Amt des "stellvertretenden Musikdirektors" inne. Auch die ganze Familie Hoffmann ist samt Frau und zwei sehr begabten Töchtern (Violine, Cello) seit damals auch wertvolle Hilfe beim Kirchenchor.

Die Kapelle von Paltram wurde im Jahre 2002 von Weihbischof Fasching visitiert und bei diesem Anlaß entstand die Idee, eine Fußwallfahrt nach Mariazell zu machen. Diese Idee war sehr erfolgreich und mittlerweile fand schon die dritte Wallfahrt im Herbst 2004 mit 41 Teilnehmern statt!

Wallfahrt 2004


Heidemaria Onodi, mit dem Mädchennamen Kain, Landeshauptmannstellvertreterin von 2001 bis 2008, wuchs in Paltram auf und besuchte natürlich auch die Totzenbacher Volksschule. Als Freizeitorganisation für junge Leute gabs damals im Dorf die kath. Jugend und von einem Attersee-Ausflug existiert ein Gruppenbild, dessen Ausschnitt auch auf Frau Onodis Homepage zu sehen ist.
Nachdem dieses Foto insoferne berühmt ist, als es das erste, von mir selbst in Farbe ausgearbeitete ist, kann ich es natürlich nicht vorenthalten. Ausserdem ist es für die anderen Abgebildeten auch interessant, wie jung sie einmal waren!
Frau Onodi ist für ihr großartiges Engagement im Juni 2010 vom Herrn Bundespräsidenten mit dem "Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienst um die Republik Österreich" ausgezeichnet worden. Wir gratulieren ganz herzlich und sind natürlich sehr stolz auf diese Paltramerin, welche in vorbildlicher Weise ihre Ziele zum Wohle der Allgemeinheit, besonders im sozialen Bereich verfolgt und dabei ganz ohne alle Seitenhiebe und politische "Sager" gegen mögliche politische Gegener auskommt.


Paltram hat zwei Marterl zu bieten: Das "weisse Kreuz" direkt an der Straße und Grenze zu Totzenbach, gab der von dort bergwärts entstandenen Siedlung Namen und Adresse. Der Ort war in den Zeiten vor 1848 jener, wo Delinquenten an die Neulengbacher Gerichtsbarkeit übergeben wurden. Die Herrschaft Totzenbach hatte keine Blutgerichtsbarkeit. Das zweite Paltramer Marterl ist nahe bei der heutigen Kapell, wenn man den Weg Richtung Felder bergauf geht. Dieses Marterl hat sich seine alte Form des bäuerlichen Barock und sogar die blaue Farbe erhalten. Aber wieso steht es dort am Rand des Dorfes bei den Feldern? Paltram wurde einmal umgedreht! Die "Hauptstrasse" verlief früher einmal vom weissen Kreuz geradewegs zu diesem Marterl, bei manchen alten Häusern und Höfen (Sauer, Kain) kann man diese Orientierung noch erahnen. Ähnliches kenn wir auch von nahen Hinterberg! Auch dort führte einst die Straße am heutigen Nordrand des Dorfes vorbei.


Jetzt sind wir schon recht nahe an einer weiteren Paltramer Besonderheit: Dem Panoramaweg. Dieser führt von Totzenbach über den Steingraben, Hausberg und Tettenhengst nach Doppel. Dieser Weg ist auch ein Teil des WIR-Rundwanderwegs und zeichnet sich durch seine beachtliche Aussicht aus.

Panorama
Zum Download des Panoramas in hoher Auflösung im Bild klicken! (ca. 900 kB)


Weil wir schon bei den Wegen sind: 2004 wurde der "Clementinumsweg" errichtet. Dieser Gehweg führt über die Neuwiese, wo ein bestehender Güterweg benützt wird, zum ehemaligen Bruckhof-Friedhof und von dort durch den Durchbruch des neuen Gebäudes, geradewegs am Theresiencafé vorbei und mündet in den Radweg, welcher am Clemetinum vorbei nach Ollersbach führt. Dieser Gehweg wurde besonders für Clementinums-Besucher errichtet, die können bequem mit ihren Angehörigen beispeilsweise auch mit einem Rollstuhl einen Spaziergang in den Ort Totzenbach machen. Josef Furtner (Senning) Josef Zidar (Dr. / Doppel) Marianne Frühbeiß Maria Wecer (verh. Hell / Kirchstetten) Leopoldine Schmidtbauer Elisabeth Furtner Josef Wöhrer (Totzenbach) Johann Klinz (Paltram) ? Kain (?) Veronika Starkl (verh. Furtner / Furth) Rosina Friedl Rosina Priesching (verw. ? / Neulengbach) Stefanie Klinz Toni Gößwein (Dipl.Ing. / Totzenbach) Irmagard Brunner (verh. Dr. Gorgas / Wien / Totzenbach) Heidemaria Kain (verh. Onodi, LHStv. St.Pölten) Eduard Sauer (St.Pölten) Erika Rabel Julius Schleifer (Totzenbach) Maria Gößwein (verh. Rollenitz / VzBgm. / Fuchsberg) Christa Gößwein (verh. Zidar / Doppel) Martha Gößwein (verh. Wagner / Lilienfeld) Vroni Priesching (verh. Gfatter / Doppel)